Tuaheni Rutschung vor der Küste Neuseelands

Die Dynamik submariner Hangrutschungen ist bisher unzureichend verstanden.

Während bei manchen Rutschungen das Material schnell den inneren Zusammenhalt verliert, bleiben bei anderen Rutschungen große intakte Blöcke erhalten. In der jüngeren Vergangenheit wurde zusätzlich postuliert, dass submarine Rutschungen auch durch eine sehr langsame Deformation (Kriechen) charakterisiert sein können. Der Tuaheni-Rutschungskomplex vor der Ostküste Neuseelands kann als potentieller Prototyp einer sich langsam deformierenden Rutschung angesehen werden. Während der Ausfahrt TAN1404 (13.04.-08.05.2014) mit dem neusseeländischen Forschungsschiff Tangaroa haben Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mithilfe des sogenannten P-Cables 3D-seismische Daten über den Tuaheni-Rutschungskomplex gesammelt. 

Die von Felix Gross gesammelten Ergebnisse im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes sind Grundlage für Wissenschaftler*innen, die Dynamik von untermeerischer Hangrutschungen und ihr Gefährdungspotential besser einzuschätzen. Die Arbeiten sind die Basis für Folgearbeiten, die im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsarbeiten die Dynamik von untermeerischen Hangrutschungen betrachten. 

Foto: Felix Gross

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Dr. Felix Gross