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Vita

Svenja Karstens ist PostDoc im Bereich „Naturgefahren der Küsten und Meere“. Ihr Ziel ist es, qualitative und quantitative Methoden zu kombinieren und in ein multi-dimensionales GIS einfließen zu lassen. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen aus Geologie, Geophysik, Geographie und den Sozialwissenschaften sollen marine Naturgefahren holistisch betrachtet werden.

Svenja studierte Geographie mit den Nebenfächern Physik und Meterorologie an der Universität Bonn (Diplom 2012). Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiums begeisterte sie und in Kooperation mit der United Nations University und dem artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit konnte sie in Südostasien wertvolle Erkenntnisse sammeln, wie sich qualitative und quantitative Methoden kombinieren lassen, um Naturgefahren, Vulnerabilität und Risiken im Küstenraum zu analysieren.

Für ihre Promotion zog es Svenja zurück an die heimische Ostsee. Küstenfeuchtgebiete mit ihren zahlreichen Ökosystemleistungen faszinieren sie, und 2017 promovierte sie an der Universität Rostock zu Sedimentations- und Nährstoffprozessen in Schilfgürteln. Im Anschluss wechselte Svenja von der Uni zu einer NGO, der Küsten Union Deutschland e.V. (EUCC-D). Kennzeichnend war hier die Praxisnähe, die enge Zusammenarbeit mit Küstengemeinden und die Umsetzung innovativer Maßnahmen in Pilotprojekten. Als Wissenschaftlerin in Interreg- und BMBF-geförderten Projekten beschäftigte sie sich bei EUCC-D u.a. mit schwimmenden Pflanzeninseln und deren Beitrag zur „Blauen Bioökonomie“.

 

Aktuelle Forschungsfragen

·        Wie lassen sich qualitative und quantitative Methoden im Bereich der Naturgefahrenanalyse und des Risikomanagements kombinieren?

·        Wie lassen sich die Konzepte der Vulnerabilität, der Katastrophenvorsorge und der Anpassung an den Klimawandel holistisch und dynamisch betrachten?

·        Wie beeinflussen Küstenfeuchtgebiete die Auswirkungen von Naturgefahren wie Sturmfluten oder Küstenerosion?

·        Welche Rolle spielen Küstenfeuchtgebiete als Pufferzonen bei Überflutungen (Konzept „Schwammstadt“)?

·        Welche Rolle spielen Salzwiesen und Schilfgürtel im Küstenschutz (hybride/grüne Infrastruktur)?