Fischer im norwegischen Fjord. Foto: S. Kipar

Dr. Kira Lancker aus Leipzig hat zum Auftakt der CeOS - Seminarreihe dieses Semester das Thema "Bioökonomische Bestandsabschätzung für de-facto Open-Access-Fischereien anhand von Fang- und Preisdaten" vorsgestellt.

Bestandsabschätzungen liefern wichtige Informationen für die Bewirtschaftung von Fischbeständen auf einem nachhaltigen Niveau. Methoden, die auf fischereiunabhängigen Daten beruhen, sind kostspielig, was eine wirksame Bewirtschaftung verhindern und zu geografischen Ungleichheiten führen kann. Die derzeitigen erschwinglichen Bestandsabschätzungsmethoden verwenden routinemäßig Fangdaten. Wir schlagen vor, Preise als zusätzliche Datenquelle in einem neuen bioökonomischen Bestandsbewertungsansatz (BESA") für derzeit nicht bewirtschaftete Bestände zu verwenden. Mit der Null-Gewinn-Bedingung als Messgleichung decken wir die Dynamik der Biomasse mit Hilfe des erweiterten Kalman-Filters auf. Biologische und ökonomische Parameter können gemeinsam mit Hilfe von Maximum-Likelihood- oder Bayes'scher Inferenz geschätzt werden und bilden so eine Grundlage für die Bewirtschaftung mit maximalem nachhaltigem und maximalem ökonomischem Ertrag.

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