Für einen Austausch zum Thema „Political Tides: Reflection & Relevance of Marine Social Science and Humanities” kamen rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 11. und 12. Juni in Kiel zusammen. Das Treffen der Strategiegruppe für Sozial- und Kulturwissenschaften der Deutschen Allianz für Meeresforschung (DAM) wurde vom Center for Ocean and Society (CeOS) des CAU-Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Science (KMS) organisiert.
Die Veranstaltung bot eine Plattform für die Diskussion aktueller Forschung und ermöglichte den Austausch über Forschungsagenden und zu aktuellen Herausforderungen der sozial- und kulturwissenschaftlichen deutschen Meeresforschung angesichts von politischen Veränderungsprozessen.
In vier thematischen Sessions und einer Paneldiskussion wurden zentrale Fragen zu wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz von sozialwissenschaftlicher Meeresforschung thematisiert. Dabei standen sicherheitspolitische Fragestellungen ebenso im Fokus wie Themen der Nachhaltigkeit und marinen Biodiversität. Ein besonderer Schwerpunkt lag im Rahmen der Paneldiskussion auf den Auswirkungen neuer geostrategischer Veränderungen und geopolitischer Spannungen auf die Meeresforschung in der deutschen Forschungslandschaft. Weitere Diskussionsschwerpunkte waren transformative und adaptive Prozesse im Umgang mit marinen Herausforderungen sowie konzeptionelle Fragen inter- und transdisziplinärer Meeresforschung. Die Veranstaltung verdeutlichte die wichtige Rolle sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschung für das Verständnis und die Gestaltung gesellschaftlicher Beziehungen zum Meer in Zeiten tiefgreifender politischer und ökologischer Veränderungen.
Die Strategiegruppe für Sozial- und Kulturwissenschaften, bislang etabliertes Organ des Konsortium Deutsche Meereswissenschaft (KDM), wird aktuell angesichts der Fusion von KDM und der Deutschen Allianz für Meeresforschung (DAM) in deren Struktur überführt. Sie vernetzt Forschende aus unterschiedlichen sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen und bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsperspektiven. Als Organisatorin der Veranstaltung und Co-Sprecherin der Strategiegruppe zeigte sich Dr. Annegret Kuhn (CAU) sehr zufrieden mit dem Treffen und betonte, dass die Beiträge der Teilnehmenden sowohl die große Bandbreite der bestehenden sozial- und kulturwissenschaftlichen Meeresforschung in Deutschland unter Beweise gestellt hätten. Ebenso wurden neue Überlegungen für zukünftige Forschungsinitiativen und -kooperationen initiiert.