Lotta Kluger: "Ich suche stets den Dialog mit den Fischern"

07.01.2021

Seit Januar leitet die Meeresökologin das Team Ernährungssicherheit aus dem Meer.

Wie können wir eine Übernutzung der lebenden Meeresressourcen vermeiden und gleichzeitig die Lebensgrundlage der Menschen sichern, die auf diese Nahrungsquelle angewiesen sind? Dieser zentralen Frage stellt sich Lotta Kluger in ihrer Forschung. Vor ihrem Wechsel nach Kiel hat sie am Leibniz Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) Bremen und dem artec Foschungszentrum Nachhaltigkeit gearbeitet und Feldforschung unter anderem in Brasilien, Kolumbien, Peru und Panama durchgeführt. Sie untersuchte beispielsweise die Bedeutung von Mangrovenwäldern für die Kleinfischerei sowie ökologische und soziale Folgen der Aquakultur von Jakobsmuscheln.

Derzeit arbeitet sie an Projekten in Peru, Ecuador, Indonesien, Ghana und Mexiko. In ihrer stets von empirisch-praktischen Fragen geleiteten Forschung kombiniert sie Methoden der Sozial- und Naturwissenschaften. Der direkte Austausch mit den Fischer-Communities ist hierbei zentral. Am Center for Ocean and Society wird sie sich zukünftig verstärkt mit Ernährungssicherheit aus dem Meer beschäftigen. Aus einer sozial-ökologischen Perspektive wird sie untersuchen, wie Menschen mit dem fortschreitenden Klimawandel und dessen Auswirkungen auf marine Ökosysteme umgehen. Der Klimawandel erschwert die Produktion von Meeresfrüchten und die Gesellschaft muss darauf reagieren.

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Dr. Lotta Kluger