Humboldt Tipping

Sozial-ökologische Kipppunkte im System des nördlichen Humboldtstrom- Auftriebsgebietes, ökologische Auswirkungen und Governance-Strategien

Im Projekt Humboldt Kipping befassen sich Forschende aus Deutschland und Peru mit dem Humbdoldtstrom und seinem Auftriebsgebiet an der Pazifikküste Südamerikas. Das gesamte Humboldtstrom-System ist ein hochproduktives Ökosystem. In diesem werden jährlich etwa neun Millionen Tonnen Fisch und andere Meeresfrüchte gefangen. Das Gebiet ist großen klimatischen Schwankungen unterworfen. Beispielsweise beobachten Forschende eine Ausdehnung der charakteristischen Veränderungen des Sauerstoffgehalts, der sich direkt auf Interessengruppen wie die Fischerbevölkerung in Peru auswirkt.

Auf der Grundlage verschiedener Modellierungsansätze und im Dialog mit unterschiedlichen Interessengruppen und Entscheidungsträger*innen ist es Ziel der Forschung, mögliche Anpassungsmöglichkeiten zu untersuchen und Empfehlungen für die Steuerung abzuleiten. Diese sollen helfen, das Risiko der Auswirkungen von Kipppunkten auf die regionale Wirtschaft zu verringern und die Resilienz der Küstengemeinden in Peru zu erhöhen. Dazu hat sich ein Konsortium aus Wissenschaftler*innen der Fachrichtungen Biogeochemie, Fischereiökologie, Ozeanographie, Ökonomie und Sozialwissenschaften aus Deutschland und Peru sowie Vertreter*innen lokaler Nutzergruppen zusammengeschlossen.

Foto: Humboldt Tipping

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit:

2019 - 2022

Kontakt


Prof. Marie-Catherine Riekhof