CeOS-Seminarreihe

20.06.2022

Center for Ocean and Society Neufeldtstraße 10 24118 Kiel

Meere und Küstengewässer werden häufig von verschiedenen Nutzergruppen gemeinsam genutzt, was zu widersprüchlichen Anforderungen an Raum und Ressourcen führt. Um eine nachhaltige und gerechte Bewirtschaftung zu erreichen, müssen Konflikte zwischen Interessengruppen gelöst werden. Ein Ansatz, Gruppen mit unterschiedlichem nicht-wissenschaftlichem Hintergrund in die Forschung einzubeziehen, hat in den letzten Jahren an Zugkraft gewonnen: die transdisziplinäre Forschung.

Transdisziplinarität wird oft der disziplinären, multi- und interdisziplinären Forschung gegenübergestellt, aber bis heute gibt es keine einheitliche Definition. In der Seminarsitzung werden wir das Konzept der Transdisziplinarität kennenlernen und diskutieren: Wie wird der Begriff in den verschiedenen Forschungsbereichen im Meeresbereich verwendet? Gibt es Unterschiede in der Wahrnehmung von Transdisziplinarität unter Wissenschaftlern? Ist eine gemeinsame Sprache eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde eine quantitative Volltextanalyse relevanter, von Experten begutachteter Zeitschriftenpublikationen durchgeführt. Mit Hilfe einer detrendierten Korrespondenzanalyse und einer agglomerativen hierarchischen Clusteranalyse konnten unterschiedliche Auffassungen des Konzepts identifiziert werden. Die angewandte Methode und die Definition der Transdisziplinarität des CeOS werden in der Präsentation hervorgehoben.

Caroline Grünhagen ist seit Mai 2021 Doktorandin am Center for Ocean and Society. In der Arbeitsgruppe "Marine and Coastal Resource Economy" beschäftigt sie sich mit ökologisch-ökonomischen Modellen und sozio-ökonomischen Anpassungspfaden für die Fischerei unter Berücksichtigung des Klimawandels. Caroline promoviert im Rahmen des RETAKE-Projekts, das die Machbarkeit, die Potenziale und die Risiken der atmosphärischen CO2-Entfernung durch Erhöhung der marinen Alkalinität untersucht. Dabei untersucht sie die Auswirkungen der erhöhten Alkalinität auf die Fischerei in der Nord- und Ostsee sowie auf die globale Ernährungssicherheit.

Nach dem Abschluss ihres B.Sc. in "Economics" an der Universität Kiel mit einer Arbeit über die Regulierung der Freizeitfischerei im Jahr 2019, schloss sie im Jahr 2021 erfolgreich einen konsekutiven M.Sc. in "Environmental and Resource Economics" an.

Das Seminar findet um 10:00 Uhr ETZ in einem persönlichen Rahmen im CeOS-Seminarraum mit digitaler Übertragung via Zoom statt.

Am Zoom Meeting teilnehmen:

https://uni-kiel.zoom.us/j/61139366464?pwd=T21KclZjUkNNN29uYVZpN3dCN295UT09

Sitzungs-ID: 611 3936 6464

ID-Code: 244200

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